Netzgeschichten aus den Gemeinden
Wenn der Werkhof plötzlich «durch Wände sehen» kann
Steigende Anforderungen, knappe Ressourcen und immer komplexere Bau und Unterhaltsprojekte prägen den Arbeitsalltag in Schweizer Gemeindeverwaltungen. Ob Bauverwaltung, Liegenschaften, Werkhof oder Facility Management: Informationen müssen verfügbar sein, Entscheide nachvollziehbar und Einsätze effizient koordiniert werden. Digitale Anwendungen auf Basis von 5G können dabei konkret unterstützen.
Viele Mitarbeitende kennen die Situation: Ein technisches Problem in einem Schulhaus oder Verwaltungsgebäude muss abgeklärt werden, Pläne sind unvollständig oder veraltet, Fachpersonen sind nicht sofort verfügbar. Häufig folgen mehrere Vor Ort Termine, telefonische Rückfragen oder zusätzliche Abklärungen. Das kostet Zeit und bindet Personal, das an anderer Stelle fehlt.
Mit zuverlässigem Mobilfunk lassen sich solche Abläufe vereinfachen. Dieser ermöglicht es, Daten mobil und in Echtzeit bereitzustellen – direkt im Gebäude oder auf der Baustelle. Informationen müssen nicht mehr im Büro zusammengesucht oder nachträglich dokumentiert werden, sondern stehen dort zur Verfügung, wo sie benötigt werden. Das erleichtert die tägliche Arbeit und schafft eine bessere Grundlage für Entscheide.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt das Beispiel der Builcon Energie AG. Das Bündner Unternehmen plant Elektroinstallationen konsequent mit der BIM-Methode. BIM heisst Building Information Modeling und ist ein kooperativer, softwaregestützter Ansatz zur Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Bauwerken, basierend auf zentralen, intelligenten 3D-Datenmodellen. Builcon schafft damit einen digitalen Zwilling für weitere Verwendungen im Betrieb und Unterhalt. Das heisst, beispielsweise können Facility Manager später via Mixed Reality Anwendungen sehen, wo Leitungen, Kanäle oder technische Anlagen verlaufen, ohne Bauteile öffnen oder zusätzliche Pläne konsultieren zu müssen. Zustands und Sensordaten sind direkt verfügbar.
Bei komplexeren Fragestellungen können externe Fachpersonen per Video zugeschaltet werden. Sie sehen dieselben Informationen wie das Personal vor Ort und können gezielt unterstützen, ohne selbst anreisen zu müssen. Für Gemeindeverwaltungen bedeutet das weniger Koordinationsaufwand, weniger Mehrfacheinsätze und eine effizientere Nutzung externer Expertise.
Der Nutzen zeigt sich insbesondere im Unterhalt und Betrieb öffentlicher Gebäude. Arbeiten lassen sich besser vorbereiten, Störungen schneller eingrenzen und Massnahmen gezielter planen. Gleichzeitig entsteht eine saubere digitale Dokumentation, die auch intern – etwa für Berichte, Budgetplanungen oder politische Vorlagen – weiterverwendet werden kann.
Mobilfunk ist dabei kein Selbstzweck und keine zusätzliche Komplexität, sondern die technische Grundlage, damit solche Anwendungen im Alltag zuverlässig funktionieren. Für Mitarbeitende der Gemeindeverwaltung heisst das: weniger Suchen, weniger Rückfragen, weniger Doppelspurigkeiten – und mehr Zeit für die eigentlichen Aufgaben.